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Freisprechungsfeier 2023

Freisprechungsfeier 2023

23 ehemalige Auszubildende des Metallhandwerks haben ein Etappenziel ihres Berufslebens erfolgreich gemeistert und erhielten dafür die Belohnung: den Gesellenbrief. In feierlichem Rahmen sprach sie der Obermeister der Metall-Innung Mainfranken-Mitte , Detlef Lurz, von allen Pflichten ihrer Ausbildung frei. Familienangehörige, Freunde, Vertreter der Ausbildungsbetriebe sowie der Berufsschulen feierten das mit den jungen Gesellen im Penthouse des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer für Unterfranken.

Festredner Johannes Keppner, der die Veranstaltung auch moderierte, gratulierte den ehemaligen Auszubildenden zu ihrem Abschluss und zu ihren grandiosen Berufsaussichten. „Alle Unternehmen suchen im Moment händeringend nach gut ausgebildeten Facharbeitern. Der Arbeitsmarkt ist so flexibel wie nie.“  Aber gute Berufsaussichten garantieren nicht automatisch beruflichen Erfolg, so Radiomoderator Keppner. Erfolg verlange harte Arbeit, lebenslanges Lernen und vor allem Leidenschaft für den Beruf; dazu Teamgeist, Kreativität und Mut zum Risiko, Fehler zu machen. „Setzt euch erreichbare Ziele, sucht euch dazu euer Team zusammen oder baut euch euer Netzwerk auf. Seid kreativ und habt keine Angst vor Fehlern, denn jeder Fehler hat das Potential etwas Großartiges zu werden“ so Keppner.

„Die Freisprechung ist eine enorm stabile Basis für ihren weiteren beruflichen Weg, sie können stolz darauf sein“, gratulierte der Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken (HWK), Josef Hofmann, den jungen Handwerkern zur bestandenen Prüfung. Er dankte Eltern, Lehrern und Betrieben für deren Unterstützung während der Ausbildung. Der Gesellenbrief ist eine Investition in die Zukunft, eine Zukunftsaktie mit bester Dividende, so Hofmann.  Leidenschaft, Fleiß und Ehrgeiz im Beruf zahlen sich aus.

Gerhard Hecht, Leiter der Staatlichen Berufsschule Main-Spessart, gratulierte den Absolventen im Namen der Berufsschulen. In einer sich rasch verändernden Welt, müssen die Lehrer mit ihrem Erfahrungsschatz aus der Vergangenheit den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft begegnen, so Hecht. Nicht nur berufliches Wissen, sondern auch soziale Werte gilt es den Auszubildenden zu vermitteln. Teamgeist gehört dazu. „Einzelgänger können heute im Beruf nicht mehr existieren“, beschrieb der Pädagoge die Anforderungen der Berufswelt.

Obermeister Detlef Lurz lobte den Fleiß, das Durchhaltevermögen und das Verantwortungsbewusstsein der ehemaligen Auszubildenden, das sie die vergangenen Jahre gezeigt haben. „Ich kann mir gut vorstellen, wie sie sich auf diesen Tag gefreut haben“, so Lurz. Gleichzeitig erinnerte er die jungen Metallhandwerker daran, dass der Gesellenbrief lediglich ein Türöffner ist. Nun geht es darum, sich jeden Tag zu beweisen und immer wieder dazu zu lernen. Lurz erläuterte mit einer Parabel, dass ständige Weiterbildung zur Tradition des Handwerks gehört: Ging ein Gesell im Mittelalter auf die Walz und sprach bei einem Meister vor, so wurde er gefragt, ob er Schlosser ist. Mit der Antwort „Stück davon“ brachte er dann zum Ausdruck, dass er diesen Beruf erlernt hat, aber jeden Tag Neues dazu lernt.

Mit einer Urkunde und einem Geldgeschenk belohnte die Metall-Innung die besonderen Leistungen der Prüfungsbesten. Die drei Besten Im Bereich Metallbau, Fachrichtung Konstruktionstechnik, kommen aus Würzburg (Ausbildungsbetrieb: Flammersberger GmbH, Veitshöchheim), Arnstein (Ausbildungsbetrieb: SMB Stahl- und Metallbau GmbH & Co. KG, Arnstein) und Wertheim (Ausbildungsbetrieb: Mannl GmbH, Kreuzwertheim). Die drei Besten im Bereich Feinwerkmechanik, Schwerpunkt Maschinenbau kommen aus Ebrach und Volkach (Ausbildungsbetrieb: Göpfert Maschinen GmbH, Wiesentheid) sowie aus Ochsenfurt (Ausbildungsbetrieb: Kinkele GmbH & Co.KG, Ochsenfurt). Auch der Kammersieger aus dem vergangenen Jahr erhielt eine Anerkennung seiner hervorragenden Leistung durch die Metall-Innung Mainfranken-Mitte.

Bildunterschrift:
Foto Ausma Salaws

Die Innungsbesten 2023 (Mitte) der Metall-Innung Mainfranken Mitte umrahmt von den Gratulanten: (von links) Kreishandwerksmeister Martin Strobl, Alexander Koller (Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses Konstruktionstechnik), Festredner Johannes Keppner, Obermeister Detlef Lurz, HWK-Vizepräsident Josef Hofmann und (ganz rechts) Edwin Gernert (Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses Feinwerkmechanik).