Auf neuen Wegen die Zukunft mit erobern - 30 Berufsanfänger im Metallhandwerk freigesprochen
Welche Gedanken kann man ehemaligen Auszubildenden auf den Weg in die Zukunft geben – eine Aufgabe, der sich die Gratulanten bei der Freisprechungsfeier der Metall-Innung Mainfranken Mitte in Würzburg am Freitag (22.3.) stellten. Im Namen der Innung hatte Obermeister Detlef Lurz Familien, Freunde und Ausbilder der 28 jungen Handwerker sowie Gäste aus Politik und Gesellschaft in das Penthouse des Bildungszentrums Würzburg der Handwerkskammer für Unterfranken (HWK) eingeladen.
Festredner Timo Pohlmann, Radio-Moderator (Charivari Würzburg), gratulierte den Berufsanfängern dazu, das Rüstzeug für die Arbeitswelt erworben zu haben. Er appellierte an die Betriebe, die Absolventen auf ihrem Weg in die Berufswelt zu unterstützen und ernst zu nehmen. Gerade wenn es nicht immer perfekt laufe: „Berufsanfänger dürfen Fehler machen!“ Die Junghandwerker bat er, nicht sofort unbekannte Wege in die weite Welt einzuschlagen, sondern zunächst bekannte Pfade in der Heimat auszuprobieren. „Informieren Sie sich ausgiebig über Fortbildungsmöglichkeiten in Ihren Betrieben, bevor sie andere Entscheidungen treffen“, gab Pohlmann zu bedenken. „Woanders ist es anders, aber nicht immer besser. Hier ist Ihre Heimat, sind Ihre Betriebe, die Sie brauchen!“
Für HWK-Präsident Walter Heußlein, der die Glückwünsche der Handwerkskammer überbrachte, müsse sich jeder Gedanken machen, wie er den künftigen Herausforderungen begegnen werde. Dazu zählt Heußlein unter Anderem den demographischen Wandel, die Digitalisierung sowie die rasanten Entwicklungen der Informationsgesellschaft. „Deshalb ist Fortbildung wichtiger denn je“, so Heußlein.
Gerhard Hecht, Leiter der staatlichen Berufsschule Main-Spessart, beglückwünschte im Namen der Berufsschulen die ehemaligen Auszubildenden zum bestandenen Abschluss. Er bescheinigte den jetzigen Gesellen unter Anderem Motivation, Talent, Teamfähigkeit und Sensibilität. Merkmale, die im Beruflichen und im Privaten den Weg zum Erfolg ebnen würden.
Wie die Redner vor ihm, so gratulierte auch Kreishandwerksmeister Josef Hofmann den Junghandwerkern zur Freisprechung und dankte ebenfalls Eltern und Betrieben für die Unterstützung auf dem Weg dorthin. Er beschwor die Junggesellen, Berufserfahrung zu sammeln und nicht nahtlos die Weiterbildung zum Meister oder Techniker zu beginnen.
Detlef Lurz, Obermeister der Metall-Innung Mainfranken-Mitte, formulierte seinen Rat an die Junggesellen so: „Auf neuen Wegen die Zukunft mit erobern!“ Um für die Zukunft gewappnet zu sein, bedürfe es eines soliden Fundaments. „Die Basics müssen stimmen, die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft: Physik und Chemie, Technik) müssen in Mittel- und Realschulen wieder stärker und besser vermittelt werden“, forderte Lurz. Digitalisierung, Globalisierung und die Flut von Informationen sind für Lurz die zukünftigen Herausforderungen, an denen man mitgestalten müsse: „Um das Erreichte erhalten zu können oder auszubauen, müssen wir kreativ sein und hart daran arbeiten.“ Deshalb sei konstante Weiterbildung nach einer gewissen Zeit an Gesellenjahren immer ein richtiger Weg.
Besonders lobte der Obermeister die Prüfungsbesten für ihre Leistungen. Diese sind im Bereich Feinwerkmechanik, Fachrichtung Maschinenbau und Feinmechanik, Simon Knorr und Marius Olbrich (beide Ausbildungsbetrieb Kinkele GmbH & Co. KG, Ochsenfurt) sowie Christian Stöckinger (Ausbildungsbetrieb Göpfert Maschinen GmbH, Wiesentheid). Im Bereich Metallbau, Fachrichtung Konstruktionstechnik, sind die Prüfungsbesten Tobias Schmidt (Ausbildungsbetrieb Lurz Metalltec GmbH, Veitshöchheim), Justin Röder (Ausbildungsbetrieb Joachim Röder Stahl- und Metallbau, Veitshöchheim) und Tim Büchner (Ausbildungsbetrieb Metallbau Stefan Gössmann, Würzburg).