Auf ein Wort…

    Sehr geehrte Kolleg*innen, liebe Mitgliedsunternehmen aus unseren Innungen,

    die Zeiten, die wir aktuell erleben, sind sicher von niemand so erwartet worden und niemand kann sagen – selbst die Virologen nicht, die aus medizinischer Sicht als diesbezügliche Experten gelten – inwieweit und vor allem wann wir wieder zu einem „normalen“ Leben zurückfinden können und werden. Das Corona-Virus hat für eine grundlegende Veränderung der Verhältnisse im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umgang miteinander und untereinander gesorgt.

    Man hat sich mittlerweile schon fast daran gewöhnt, dass Hygiene- und Abstandsregeln (AHA – Abstand, Hygiene, Atemschutzmasken) unsere Arbeits- und Lebensweise prägen und weitestgehend auch sehr diszipliniert eingehalten werden. Die „große Unbekannte“ ist, ob und wenn ja, in welchem Umfang von Rückkehrern aus anderen Urlaubsländern ggfls. vermehrt das Virus wieder nach Deutschland eingebracht wird. Hier heißt es Vorsicht walten zu lassen, denn es gilt unter allen Umständen zu vermeiden, dass nochmals ein flächendeckender „shut-down“ verhängt werden muss.

    Gleichwohl gibt es Lobbyisten von zugegeben stark betroffenen Branchen – wie z.B. das Hotel- und Gaststättengewerbe –, die lautstark schnellere und größere Schritte zum „Hochfahren der Infrastruktur“ einfordern.

    Auch unser Metallhandwerk hat ebenfalls größtes Interesse an einer weitgehend wieder möglichen Normalisierung des Geschäftslebens, belasten doch bei rückläufigen Umsätzen nach wie vor Kosten aus geschlossenen Vertragsverhältnissen oder bspw. Ausgaben im Zusammenhang mit der Krise alle Budgets – öffentliche wie privatwirtschaftliche!

    Wir wissen bereits, dass ebenfalls unser Metallhandwerk im Nachgang zum Frühjahr 2020 einem Konjunktur-Rückgang ausgesetzt ist. Unsere feinwerktechnisch ausgerichteten Betriebe befinden sich mit ihren Belegschaften bereits „mitten in dieser Entwicklung“. Diese Betriebe, die mit hohem Anteil den großflächigen Unterbau für unsere Industrie bilden, kämpfen bereits seit Beginn des Geschäftsjahres 2019 mit einer abflauenden Konjunktur. Da kommt CORONA zur Unzeit. Da die Exportabhängigkeit stärker ausgeprägt ist und die strukturellen Fehler unserer Automobilindustrie, die in Bayern einen nahezu fünfzig prozentigen Wirtschaftsanteil ausmacht, nun voll zu Buche schlagen, laufen diese Unternehmen nun Gefahr nachhaltig wegzubrechen.

    Der Metallbau als Folgegewerk des Bauhauptgewerbes kann noch von seinem hohen Auftragsbestand „zehren“. Aber nun wird bereits aus einigen Betrieben gemeldet, dass der Auftragseingang für Herbst 2020 deutlich rückläufig ist. Der Stahlhallenbau findet jetzt teilweise so gut wie nicht mehr statt. Es ist zu befürchten, dass sich die Bauherren im gewerblichen Bereich und im Projektbereich noch weiter zurückziehen werden. Allenfalls der private Sektor wie z.B. der Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern bzw. das Umbau-, Reparatur- und Instandhaltungsgeschäft bei Immobilien kann stabil bleiben.

    Es wird sich daher bewähren, bereits heute Vorsorge für diese Phase zu treffen. Unsere politischen Entscheidungsträger haben bislang verantwortungsvolle Maßnahmen in die Wege geleitet und somit trotz aller Schwierigkeiten im Umgang mit einem völlig neuen Bedrohungs-Szenario eine gute Arbeit geleistet, aber durch wenig konkret passende Ausführungsmechanismen, das Ausrollen der Maßnahmen erschwert oder gar unmöglich gemacht .

    Die vorgesehenen „Abarbeitungs-Modalitäten“ zeigen deutlich, dass die gutgemeinten Stützungsmaßnahmen dem eigentlichen Förderwillen zuwiderlaufen und aus unserer Sicht teilweise den Erfordernissen der Branche nicht angepasst sind. Zum einen verzögert die oft viel zu lange Bearbeitungsdauer eine wirksame Hilfe. Zum anderen führen die großenteils unsinnigen Prüf- und Förderkriterien dazu, dass der erforderliche Mittelabfluss empfindlich gestört wird und deshalb die ursprünglich gutgemeinten Beträge bzw. Unterstützungen oftmals nicht oder nicht rechtzeitig ankommen. Deshalb fordern wir, dass diese als allgemein wirkenden Förderansätze dringend branchenspezifisch angepasst werden müssten.

    Da in der Investitionsintensiven Metallproduktion andere Grundsätze gelten, als in vielen anderen Wirtschaftsbereichen, wie beispielsweise in der Gastronomie oder der Event- und Veranstaltungsbranche, sind die allgemein gefassten Kriterien schnellstens an die jeweiligen Branchenbedürfnisse anzupassen. Insbesondere das Verhältnis aus rückläufigen Umsatz zu Fixkosten, Materialeinsatzquote und Personaleinsatz wirken im metallverarbeitenden Handwerk von der Volumenhöhe und der quotalen Verteilung her gesehen stark unterschiedlich, im Vergleich zu vielen anderen Wirtschaftsbereichen.

    Auch wir an der Verbandsgeschäftsstelle befinden uns seit Beginn der Pandemie im Krisenmodus und haben – teilweise und soweit möglich – das „home-office“ genutzt. Es mussten aber in den letzten Monaten sämtliche Außentermine, Seminare und auch unser Landesverbandstag abgesagt werden. Es wird noch einer Entscheidung des Vorstandes vorbehalten sein, in welcher Form und wann notwendige Regularien heuer noch abgehalten werden können. Wir gehen davon aus, dass wir uns im Herbst 2020 unter Beachtung der oben bereits erwähnten Hygiene- und Abstandsregeln auch in einer größeren Runde treffen können und dann dies nachholen werden. Hierzu erhalten Sie rechtzeitig noch eine entsprechende Information.

    Das ansonsten an der Geschäftsstelle zu erledigende Tagesgeschäft rückte in den vergangenen Wochen zugunsten der „Krisen“-Betreuung unserer Mitgliedsbetriebe aus den Innungen (Unterstützung bei Kurzarbeit, Liquiditätshilfen u.v.m.) in den Hintergrund. Wir sehen uns auch als Dienstleister, der den Betrieben aus den Mitgliedsinnungen bestmögliche Hilfestellungen gerade in schwierigen Zeiten zu leisten hat.

    Dies sind in erster Linie zuverlässige Informationen über die aktuellen Inhalte der von politischer Seite veranlassten Maßnahmen, wie wir sie versucht haben über den E-Mail-Informationsdienst und/oder über unsere Internetseite zu verbreiten. Bitte nutzen Sie auch dieses Angebot und wenn weitere Fragen offenbleiben, zögern Sie nicht, uns direkt entweder telefonisch oder per E-Mail anzusprechen!

    Zusätzlich zu den bekannten Dienstleistungen haben wir auch als Hilfsmittel für die tägliche Praxis Atemschutzmasken an der Geschäftsstelle vorrätig, die von Mitgliedsunternehmen unserer Innungen zu günstigen Konditionen geordert werden können. Dieses Hilfsangebot bleibt auch weiterhin bestehen, machen Sie bei Bedarf davon gerne regen Gebrauch.

    Wir werden auch zukünftig im Rahmen unserer Möglichkeiten die Interessen unseres Metallhandwerks an entscheidenden Stellen vertreten. Dazu gehören die Öffnung und Normalisierung der Märkte, die wir so schnell wie möglich vorantreiben wollen. Um jedoch keine neuen gesundheitlichen Gefahren zu provozieren, was wiederum zu einer Rückkehr zu restriktiven Maßnahmen führen würde, ist verantwortungsvolles Handeln notwendig: Veränderungen dürfen nur so langsam und so behutsam wie es erforderlich und vertretbar ist, erfolgen!

    Die Geschäftsstelle wünscht Ihnen weiterhin viel Kraft und Geduld im Bewältigen der besonderen Herausforderungen dieser unberechenbaren Zeit,

    …und bleiben Sie gesund!!!

    Mit freundlichen kollegialen Grüßen

    Ihr Fachverband Metall Bayern

    Christian Metges Richard Tauber
    Christian Metges Richard Tauber

    Aktuelle Informationen - Corona

    02.09.2020

     Häufige Fragen zum Corona-Virus und Arbeitsrecht

    Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)

    24.08.2020

     Urlaubsrückkehrer - Einreise nach Deutschland

    Bundesministerium für Gesundheit

    03.08.2020

    Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" startet

    Bundesregierung

    07.07.2020

    Überbrückungshilfe Corona

    Bayerischen Staatsministeriums für
    Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

    02.07.2020

    Atemschutzmasken weiterhin bestellbar!

    Wirtschaftsgesellschaft des Fachverbandes Metall Bayern mbH
    25.06.2020

    Ausbildungsplätze sichern

    Bundesministerium für Bildung und Forschung
    04.06.2020

    Flyer Kurzarbeit und Corona

    Bundesministerium für Arbeit und Soziales 
    26.05.2020

    Sozialschutz-Pakete

    Bundesministerium für Arbeit und Soziales
    25.05.2020

    Ministerialblatt aktuell

    Bayerische Staatsregierung
    17.04.2020

    Verdachts -/ Erkrankungsfälle im Betrieb

    DGUV
    15.04.2020

    Entschädigungsanspruch - Freistellung Betreuung von Kinder unter 12 Jahre

    Bundesministerium für Arbeit und Soziales
    06.04.2020

    Praktische Umsetzung Arbeitsschutz/ Corona 

    BGHM
    02.04.2020 Grenzverkehr Tschechien Bayern Handwerk International
    26.03.2020 Auswirkungen auf Ausbildungsverhältnisse/Prüfungen ZDH

    25.03.2020

    Erleichterte Stundung Sozialversicherungsbeiträge  

     ZDH

    25.03.2020 Bauvertragliche Fragen Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
    24.03.2020

    Antrag auf Steuererleichterung

    Bundesministerium für Finanzen
    20.03.2020 Soforthilfe Corona Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
    18.03.2020 Kurzarbeit, Vereinbarung Mitarbeiter Fachverband Metall Bayern
    18.03.2020 Kurzarbeit, Antragstellung Bundesagentur für Arbeit

     

    Aktuelle Events.

    Metall-News.

    FIRMENFINDER

    Metallhandwerksbetriebe in Bayern

    Metallhandwerk ist überall

    Als Spezialisten, Entwickler, Produzenten und Zulieferer bauen wir Maschinen und Werkzeuge und gestalten die Welt von morgen. Unsere Lösungen sind so einzigartig wie unsere Kunden.

    Bayernmetall online

    Die aktuellste Ausgabe

    ECHTE SERVICEQUALITÄT

    Die Vorteile für unsere Mitglieder

    Im Metallhandwerk ist Qualität zuhause. Unsere Mitgliedsbetriebe arbeiten mit höchster Genauigkeit und Kreativität. Der Fachverband und die Innungen des Metallhandwerks Bayern geben ihr Bestens, um sie bei ihrer Arbeit bestmöglich zu unterstützen.

    36500

    kleine und mittlere Unternehmen

    465500

    Mitarbeiter und 28.000 Lehrlinge

    57

    Milliarden € Jahresumsatz

    Meine Zukunftsschmiede

    Einsteigen, aufsteigen, Spaß im Beruf haben! Das Metallhandwerk bietet unzählige Karriereoptionen. Insbesondere Berufseinsteiger denken schnell an Schrauben, Drehen, Schweißen und den klassischen Berufsweg. Es gibt jedoch viele andere mögliche Wege.

    Philipp

    Blechfertigung


    Am liebsten arbeite ich mit Hand und Kopf.

    Michaela

    Quereinsteigerin


    Meine Ausbildung hat im Betrieb stattgefunden.

    Walter

    Juniorchef


    Kreativität und Metall beschäftigen auch meine Freizeit.

    Jonas

    Metallbauer


    Mathematik und Physik, Sorgfalt und Team sind wichtig.

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