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Metallhandwerk bleibt standfest – doch der wirtschaftliche Druck ist deutlich spürbar

Das Metallhandwerk behauptet sich in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Die aktuelle Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Metall (BVM) zeigt: Rund 78 Prozent der Betriebe erwarten für das kommende Quartal eine stabile oder bessere Geschäftslage. Gleichzeitig bewerten 31 Prozent die erzielbaren Marktpreise als unzureichend. Der Vergleich mit Q3 2025 macht deutlich, dass sich die Auftragsreichweiten breiter verteilen – eine Entwarnung ist das jedoch nicht.

„Unsere Betriebe zeigen erneut, wie leistungsfähig und anpassungsfähig das Metallhandwerk ist. Dass fast vier von fünf Unternehmen für das kommende Quartal mit einer stabilen oder besseren Entwicklung rechnen, ist ein starkes Signal“, erklärt BVM-Hauptgeschäftsführer Diether Hils.

Die aktuelle Geschäftslage wird im Durchschnitt mit der Schulnote 3,0 bewertet. 69 Prozent der Betriebe vergeben die Noten 1 bis 3. Für das kommende Quartal erwarten 69 Prozent eine gleichbleibende und 9 Prozent eine verbesserte Geschäftslage, während 22 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen.

Auftragsbestände sorgen für mehr Planungssicherheit

Im Vergleich zum Vorjahr verfügen mehr Betriebe über Auftragsbestände von drei bis vier Monaten. Das verbessert die Planbarkeit, auch wenn viele Unternehmen weiterhin nur kurze Auftragsreichweiten vorweisen können.

„Die breitere Verteilung der Auftragsbestände sorgt für mehr Stabilität. Entscheidend bleibt jedoch, dass aus vorhandener Arbeit auch tragfähige Erträge entstehen“, so Hils.

Preisdruck und Fachkräftemangel bleiben zentrale Themen

Die Marktpreise werden von lediglich 11 Prozent der Betriebe als gut bewertet. Knapp ein Drittel hält die erzielbaren Preise sogar für unzureichend. Hohe Kosten, Bürokratie und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft belasten weiterhin viele Unternehmen.

Auch die Fachkräftesicherung bleibt eine Herausforderung: In rund der Hälfte der Betriebe haben Mitarbeitende das Unternehmen für einen Arbeitsplatzwechsel oder die Selbstständigkeit verlassen. Zudem berichten knapp 30 Prozent von vorzeitigen Ruheständen.

„Das Metallhandwerk bietet moderne Technik, Verantwortung und echte Zukunftsperspektiven. Diese Stärken müssen wir noch deutlicher sichtbar machen und die Betriebe zugleich gezielt unterstützen“, betont Hils.

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Richard Tauber
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Richard Tauber
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Hauptgeschäftsführer