Fasching 2026

Der „feuerfeste“ Prinz von der Schlosserbank

In der Metallbau-Werkstatt „Eisenbeiß & Söhne“ war der Schmutzige Donnerstag heilig. Meister Kalle hatte striktes Kostümverbot erteilt: „Wir haben Termindruck, hier wird geschweißt und nicht geschunkelt!“

Doch Lehrling Kevin, im dritten Lehrjahr und bekannt für seine kreative Auslegung von Anweisungen, hatte einen Plan. Er wollte als „Ritter der glühenden Tafelrunde“ zum Faschingsball – direkt nach der Schicht.

Um Zeit zu sparen, hatte er sich sein Kostüm aus Restbeständen der Werkstatt selbst geheftet. Sein Brustpanzer bestand aus zwei verzinkten 2mm-Blechen, die Helmvisier-Halterung war ein gebogener Schweißdraht und die Armschienen waren eigentlich nur aufgeschnittene Lüftungsrohre.

Gegen 15 Uhr passierte es: Die lokale Funkengarde (die Tanzgruppe des Dorfes) marschierte traditionell in die Werkstatt ein, um den Meister zu „entführen“. Kalle, der gerade fluchend an einer verzogenen Stahlpforte arbeitete, erstarrte.

Genau in diesem Moment wollte Kevin – bereits in voller Blech-Montur – unauffällig zur Stechuhr schleichen. Doch Blech auf Beton ist alles andere als leise. Mit jedem Schritt machte er „KLONG – SCHEPPER – DENGEL“.

„Kevin!“, brüllte der Meister. „Was zur Hölle ist das?“

Kevin blieb stehen, das Visier aus Maschendraht klappte klirrend nach unten. Er salutierte mit dem Zollstock und sagte mit blechernem Hall: „Meister, das ist kein Kostüm. Das ist PSA 2.0 – Persönliche Schutz-Ausrüstung mit erhöhtem Spaßfaktor. Ich teste gerade die Stoßfestigkeit gegen Konfetti-Beschuss!“

Die Funkengarde johlte, die Musik setzte ein, und selbst der strenge Kalle musste grinsen. Er schnappte sich eine alte Flex-Scheibe, hielt sie sich wie ein Monokel vors Auge und rief: „Na gut, Kevin! Aber wenn du Rost ansetzt, wird nachverzinkt!“

Die Moral von der Geschicht’? Ein echter Metaller braucht keine Maske aus Plastik – er dengelt sich sein Vergnügen selbst!

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Heinz Kelm

Heinz Kelm

Betriebswirtschaft / Technik

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