Freisprechungsfeier 2026

Freisprechungsfeier 2026

Eingeladen hatte Obermeister und bayerischer Landesinnungsmeister Detlef Lurz Familienangehörige, Freunde, Vertreter der Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen sowie Gäste aus Politik und Gesellschaft, um das Ereignis gebührend zu feiern. Johannes Keppner moderierte die Feier.

„Die Metallberufe gehören seit Jahren zu den Säulen im Handwerk“, richtete sich Festredner Josef Hofmann, Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken (HWK), an die ehemaligen Auszubildenden. „Ihr habt eure Ausbildung in einer Zeit gemacht, die von großen Veränderungen geprägt ist“, so Hofmann weiter. Die Freizusprechenden haben Ausdauer, Können und  Innovationskraft bewiesen. Er wünschte Ihnen Mut und Neugier und erinnerte daran, dass mit der erfolgreichen Ausbildung das Lernen nicht zu Ende ist.

Festredner Gerhard Hecht, Leiter der Staatlichen Berufsschule Main-Spessart, überbrachte Glückwünsche im Namen seiner Kollegen der anderen Berufsschulen. Im Mittelpunkt seiner Rede stand die Frage: Wie gestalte ich mein Leben richtig? Hecht verglich das Leben mit einem leeren Blatt Papier. „Man kann das Blatt leer lassen oder aber gestalten wie immer man möchte. Ist das Blatt voll, kann man es umdrehen und von vorne beginnen oder etwas völlig anderes daraus machen. “

„Es ist wichtig für unsere Gesellschaft, dass es Menschen gibt, die mit ihrem handwerklichen Geschick Werte schaffen können“,  betonte Landtagsabgeordneter Björn Jungbauer die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks. Die jungen Metallhandwerker haben bewiesen, dass sie eigenhändig Werte schaffen können.  „Es ist aber nötig, weiter zu lernen, um im Beruf erfolgreich zu sein“, so der Politiker. Die Zukunftsaussichten für die 23 Berufsabsolventen sind laut Jungbauer gut: „Denn Handwerk hat goldenen Boden“.

Standesgemäß mit einem Glas Wein gratulierte Weinkönigin Angelina Seiler und wünschte Erfolg für den weiteren Berufsweg. „ Ihre Ausdauer, Ihr Verantwortungsbewusstsein sowie Ihre Fähigkeit, an Herausforderungen zu wachsen, verdient allergrößten Respekt.“

„Für Sie endet heute ein bedeutender Lebensabschnitt, der mit dem Gesellenbrief belohnt wird“, begann Obermeister und Landesinnungsmeister Detlef Lurz seine Festrede. Auch er lobte den Fleiß, das Durchhaltevermögen und das Verantwortungsbewusstsein der ehemaligen  Auszubildenden in den vergangenen Jahren. Thema seiner Rede war Künstliche Intelligenz (KI)  in Zusammenhang mit Weiterbildung. Für Lurz ist KI keine Gefahr für das Metallhandwerk: Die Berufe und Aufgaben sind so komplex, dass sie nicht durch Künstliche Intelligenz zu ersetzen sind. Dies bedeute jedoch in der Konsequenz, dass es kein Ausruhen vom Lernen gibt, im Gegenteil. „Je zeitgemäßer Sie auf die Herausforderungen ihres Berufs reagieren, desto sicherer ist Ihr Auskommen und letztlich auch Ihr Erfolg“, gab er den Absolventen mit auf den Weg.

Lurz erläuterte mit einer Parabel, dass ständige Weiterbildung eine Jahrhunderte alte  Tradition des Metallhandwerks ist: Ging ein Geselle im Mittelalter auf die Walz und sprach bei einem Meister vor, so wurde er gefragt, ob er Schlosser ist. Mit der Antwort  „Stück davon“ brachte er dann zum Ausdruck, dass er diesen Beruf erlernt hat, aber jeden Tag bereits ist Neues dazu zu lernen.

Neben dem Gesellenbrief überreichte er den Freigesprochenen mit den besten Prüfungsergebnissen zusätzlich noch eine Urkunde und ein Geldgeschenk.

Der Obermeister nutzte den feierlichen Rahmen der Freisprechung um Birgit Beckmann zu ihrem über 20-jährigen Betriebsjubiläum im Sekretariat  zu gratulieren. Er hob dabei besonders die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die fachliche Kompetenz hervor, mit der sie alle Aufgaben in der Verwaltung souverän meistert.

Foto Ausma Salaws: Die Innungsbesten 2026 der Metall-Innung Mainfranken-Mitte umrahmt von den Gratulanten: Weinkönigin Angelina Seiler (vorne links), Edwin Gernert (Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses Feinwerkmechanik, links außen), Alexander Koller (Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses Konstruktionstechnik, links hinten), Obermeister Detlef Lurz (3. von rechts), Josef Hofmann (HWK-Vizepräsident, 2.von rechts), Landtagsabgeordneter Björn Jungbauer (außen rechts).